Dritter Fahrtenseglerabend: 389 Seemeilen rund um Seeland und durch die Dänische Südsee
Am 20. Februar fand im Clubhaus der dritte Fahrtenseglerabend der Wintersaison statt. Zahlreiche Mitglieder folgten der Einladung, um sich von Ulrike, Stanley und Herbert auf einen eindrucksvollen Törn rund um Seeland mitnehmen zu lassen.

Start in Großenbrode und erste Etappen
Im Juni 2025 startete die Crew mit einer bei MOLA in Großenbrode gecharterten Bavaria 34 zu einer zweiwöchigen Reise über insgesamt 389 Seemeilen. Die Route führte von der deutschen Ostseeküste über Gedser entlang der dänischen Inselwelt bis in die Dänische Südsee. Das Revier vereinte sportliche Bedingungen, navigatorische Anforderungen und vielfältige Natur- und Hafenerlebnisse.

Bereits der erste Tag zeigte, dass ein Törn selten ohne Überraschungen verläuft. Beim Probeschlag nach Fehmarn fiel das Echolot aufgrund eines defekten AIRMAR-Triducers aus. Bei 3 Beaufort segelte die Crew dennoch bis Staberhuk und zurück nach Großenbrode. Die 19 Seemeilen dienten als sorgfältiger Test von Schiff und Mannschaft und bereiteten auf die kommenden Etappen vor.
Am zweiten Tag erforderte der 38,5 Seemeilen lange Schlag nach Gedser bei 5–6 Beaufort höchste Aufmerksamkeit. Das Anlegemanöver bei kräftigem Seitenwind verlangte präzises Zusammenspiel, bevor die Leinen sicher festgelegt werden konnten.

Naturerlebnisse und Sehenswürdigkeiten
Die dritte Etappe führte bei moderaten 3–4 Beaufort über 31,6 Seemeilen nach Klintholm. Von dort bot sich ein Blick auf die beeindruckenden Kreidefelsen von Møns Klint, die steil aus dem türkisfarbenen Wasser aufragen und zu den markantesten Naturdenkmälern Dänemarks zählen. Dieser Abschnitt verband seglerische Anforderungen mit eindrucksvollen Landschaftserlebnissen.

Ein weiterer Höhepunkt war das Einlaufen in Kopenhagen. Die Stadt kombiniert maritimes Flair mit urbaner Architektur zu einem abwechslungsreichen Panorama. Beim Landgang konnten die bekannten Sehenswürdigkeiten wie Nyhavn und Schloss Amalienborg besichtigt werden.
Die Route führte anschließend über Hornbæk und Hundested zur Insel Samsø. Die Insel, bekannt für ihre nachhaltige Energieversorgung, präsentierte sich mit idyllischen Häfen und weitläufiger Landschaft. In Ballen bot sich Gelegenheit zu Spaziergängen und Erkundungen der Umgebung.
Über Kerteminde und Lundeborg erreichte die Crew die Dänische Südsee – ein geschütztes und landschaftlich reizvolles Revier. Mit Marstal auf Ærø wurde der letzte dänische Hafen angelaufen, bevor am 13. Tag die Rückkehr nach Großenbrode erfolgte.
Der Vortrag wurde durch anschauliche Bilder und persönliche Anekdoten lebendig ergänzt. Die Zuhörer erhielten wertvolle Einblicke in die Organisation einer Fahrtenreise sowie die Besonderheiten der jeweiligen Reviere.
Wie bei unseren Fahrtenseglerabenden üblich, klang auch dieser Abend in geselliger Runde bei einem Imbiss und Getränken aus.
Unser herzlicher Dank gilt Ulrike, Stanley und Herbert für ihren engagierten und authentischen Bericht.
Die letzte Veranstaltung der Wintersaison findet am 6. März statt, wenn Lynn über die Vereinsflottille berichten wird.
Bericht von Diana Faulhammer
